| Das
schreibt die Presse |
Hannes Clauss Quartett Nun aber! Der erste
Anlauf im vergangenen Jahr ging daneben, das geplante Konzert und die
Vorstellung der neuen CD in der Kulturetage mußte abgesagt werden.
Das soll im Februar nachgeholt werden. Was ja nicht ganz so einfach ist,
denn seine Mitmusiker muß der Oldenburger Schlagzeuger Hannes Clauss
jeweils quer durch die Republik herbeirufen. Vielleicht hat der/die eine
oder andere die neue CD schon zuhause, die das Quartett mit dieser Tour
vorstellt. "Walk" heißt sie und ist beim kleinen, aber
feinen Osnabrücker Label Acoustic Music des Gitarristen Peter Finger
erschienen. Neugierig auf die Musik macht schon die Besetzung des Quartetts
um Hannes Clauss mit dem Bassisten Thomas Biller, dem Gitarristen Werner
Neumann und dem vielgelobten Klarinettisten Claudio Puntin. Gleich das
erste Stück der CD zeigt, um was es geht. "Machixe'" kommt
locker-leicht daher, eine Phantasie über lateinamerikanische Themen,
die man wohl kaum als Opener einer Jazz-Combo erwarten würde. Hier
wie in den meisten anderen Stücken zeigt sich eine besondere Qualität
des Quartetts: man bewegt sich sicher auf dem Terrain Jazz, so sicher,
daß man auch jederzeit mal einen Blick über den Zaun werfen
kann. Da sieht man dann arabisches in "Camel Dance", blueslastiges
in "Blues Blasen" oder Tango-Klänge in "So That".
Vor allem bestimmt das melodische Spiel des Klarinettisten Claudio Puntin
die Atmosphäre auf "Walk". Es ist halt schon etwas ganz
besonderes, was so eine Klarinette zu sagen hat, unterscheidet sich sehr
von dem, was Saxophon oder Trompete erzählen. Balladen wie "So
that" oder Soli wie das auf dem Titelstück "Walk",
wo Puntin die Bassklarinette spielt, erhalten eine ganz eigene, dunkle
Färbung. das Spiel ist sehr melodiös und oft folkloristisch.
Man darf gespannt darauf sein. was das Quarttett live zu bieten hat, wenn
schon die Studio-Aufnahmen eine solche Lebendigkeit vermitteln. Potpourri der Jazzstile Ein Potpourri der
Jazzstile bot das Hannes-Clauss-Quartett bei seinem Jazzfrühschoppen
im Lingener "Professorenhaus". Das war kein gemütlicher
Frühschoppen der üblichen Machart mit Dixieland, Swing und Blues,
das war zum Teil experimentierfreudiger Jazz mit explodierenden Klangcollagen.
Man war gefordert. JAZZCLUB / Hannes
Clauss "Don't dance!"
Der Name eines der Stücke des Hannes Clauss Quartetts kann als Motto
für das ganze Konzert herhalten. "Tänze", diesen Titel
hatten die Musiker ihrem Auftritt gegeben. Namen wie Menuett und Gavotte
schmückten die gespielten Stücke. Nicht, daß man die klassischen
Sätze der Suite erkannt hätte. Sei's drum: "Don't dance!"
Hör lieber zu, es lohnt sich. |